Kategorie-Archiv: Kunst

Light Painting – Wie Sie Bilder aus Licht entstehen lassen

Light Painting Tipps von myphotobook

In der Fotografie gibt es neben den klassischen Disziplinen, wie z.B. Porträts, immer wieder aktuelle Trends zu beobachten. Ein Trend, der sich in letzter Zeit steigender Beliebtheit erfreut, ist das Light Painting. Dies ist eine interessante und kreative Fototechnik, die Elemente der Lichtkunstgestaltung mit denen der Fotografie vereint. Durch den Einsatz einer Lichtquelle (Taschenlampe etc.), sowie durch eine lange Belichtungszeit entstehen auf magische Weise Bilder und Texte (Lightwriting). Die Belichtungszeit beträgt dabei min. 30 Sekunden bis hin zu einigen Stunden, da erst durch die Langzeitbelichtung der typische Effekt von Leuchtspuren entstehen kann.

Light Painting – Die Vorbereitung

Light Paintings kommen am besten zur Geltung, wenn der Kontrast zum Hintergrund möglichst groß ausfällt. Daher empfiehlt es sich bei Innenaufnahmen einen nahezu abgedunkelten Raum zu wählen und bei Außenaufnahmen das Fotografieren in die nächtlichen Stunden zu verschieben. Da beim Light Painting lange Belichtungszeiten notwendig sind, ist eine ruhige Handführung – gerade wenn über mehrere Stunden belichtet wird –  so gut wie unmöglich. Aus diesem Grund ist ein Stativ unabdingbar und sollte ebenso wie ein Fernauslöser zur Grundausrüstung bei solchen Aufnahmen gehören.

Light Painting – Die Kameraeinstellung

Perfekte Light Paintings mit Tipps von myphotobook erstellenUm auch bei eventuellen Restlichtquellen eine ausreichende Dunkelheit gewährleisten zu können, sollte man beim Light Painting eine relativ weit geschlossene Blende (z.B. f/22) verwenden. Zudem kann man bei den meisten Spiegelreflex-kameras für lange Belichtungszeiten den sogenannten Bulb-Modus verwenden. Dank dieser Einstellung wird die Aufnahme so lange belichtet wie man den Auslöser gedrückt hält. Mit Hilfe eines Fernauslösers kann man diese Funktion auch fernsteuern, d.h. so lange der Fernauslöser in der vorgesehenen Einstellung eingerastet ist, bleibt der Verschluss automatisch geöffnet. Achten Sie zudem darauf, dass der ISO-Wert möglichst gering eingestellt ist, damit Sie unerwünschtem Bildrauschen entgegenwirken können. Bevor Sie nun Ihrer Kreativität freien Lauf lassen, stellen Sie abschließend Ihre Kamera für die Distanz scharf, in dem Ihr Light Painting später entstehen soll.

Light Painting – Das Vorgehen

Haben Sie bei Ihrer Kamera alle Einstellungen vorgenommen, kann es endlich ans Werk gehen. Experimentieren Sie zuerst ein wenig mit der Belichtungszeit und testen Sie Ihre Bewegungen aus. Lassen Sie sich aber nicht entmutigen, wenn die ersten Ergebnisse nicht gleich das gewünschte Ergebnis liefern. Denn schließlich müssen das räumliches Vorstellungsvermögen und die einzelnen Abläufe erst einmal für diese nicht alltägliche Situation trainiert werden. Möchte man Wörter schreiben ergibt sich eine weitere Schwierigkeit. Um etwaige Schattenwürfe zu vermeiden oder durch die eigene Person das Geschriebene zu verstecken, sollte man sich immer hinter der Lichtquelle befinden. Da in dieser Stellung die Texte jedoch spiegelverkehrt geschrieben werden müssen, kann es hilfreich sein dies vorher zu üben und Skizzen anzufertigen.

Wenn Sie jetzt noch daran denken, nach jeder fertigen Linie die Lichtquelle auszuschalten und möglichst dunkle Kleidung zu tragen, steht Ihrer Zukunft als Lichtkünstler nichts mehr im Weg. Sie werden schon bald über tolle Kunstwerke verfügen, die Sie z.B. auf einer Leinwand von Myphotobook perfekt in Szene setzen können.

 

 

Monochrome Fine-Art – Die Schwarzweißfotografie

Beim Fotografieren in Schwarzweiß sind Sie weder auf bestimmte Motive festgelegt noch sind spezielle Regeln, etwa für die Bildgestaltung zu beachten. Den Reiz erhält die Schwarzweißfotografie darin, dass durch das Entfernen der Farbe und den Einsatz eines monochromen Tones der Schwerpunkt auf Licht und Schatten, auf Kontraste, auf Linien, Formen, Strukturen und Komposition gelegt wird. Die typischen Schwarzweißmotive gibt es nicht und grundsätzlich kann man alles in Schwarzweiß fotografieren. Das bietet sich sogar in vielen Fällen an, denn immer dann, wenn die Farbe nichts zur Bildaussage beizutragen hat können Sie sie auch weglassen. Es ist wichtig, dass Sie ein Gefühl dafür entwickeln, wie das, was Sie in Farbe sehen, in einem Schwarzweißbild wirkt.

Zunächst in Farbe fotografieren

Wenn Sie Ihr Motiv zunächst in Farbe fotografieren hat das den Vorteil, dass Ihnen bei der Nachbearbeitung einzelne Farbkanäle zur Verfügung stehen. Auch ist es sinnvoll mit dem RAW-Format der Kamera zu arbeiten, da Ihnen so die Möglichkeit des direkten Schwarzweißfotografierens offen steht und Ihnen bei der Bildbearbeitung danach dennoch die Farbkanäle zur Verfügung stehen.

Bildgestaltung in Schwarzweiß

Die Spannung im Bild machen, wie bereits oben erwähnt, die hellen und dunklen Flächen aus. Machen Sie sich auf die Suche nach Motiven mit vielen Helligkeitskontrasten. Wenn Sie ein Motiv betrachten, kneifen Sie die Augen zusammen und stellen Sie sich vor wie es aussähe, wenn es auf die hellen und dunklen Bereiche reduziert würde. Eine andere Möglichkeit, homogene Flächen ins Bild zu bringen, sind Gegenlicht-Situationen. Der Winter ist die perfekte Zeit, um das Schwarzweiß-Sehen zu lernen, denn im Winter wird man nicht von allzu vielen bunten Dingen abgelenkt. Dazu kommt, dass kahle Bäume vor weißem Himmel oder ein Mensch im Schnee perfekte Anfänger-Motive sind, wenn es um die Wahrnehmung von Kontrast geht.

Color-Key Fotobearbeitung: Für das Tüpfelchen Farbe im Bild

Heute möchten wir Ihnen einen Effekt vorstellen, der Ihre Fotos zu etwas ganz Besonderem macht und zudem noch relativ leicht anzuwenden ist – der Color-Key Effekt.

Color-Key ist eine Foto-Bearbeitungstechnik, bei der ein farbiges Ausgangsbild in schwarz-weiß umgewandelt wird. Der eigentliche Clou dahinter ist, das Beibehalten der Farbe bei einem oder mehreren Motivdetails. Wie auch auf unserem Foto zu sehen, wird bei dieser Technik häufig die Signalfarbe rot verwendet, die sich besonders dafür eignet den Blick auf ein Motivdetail zu lenken; zudem harmoniert diese Farbe perfekt mit schwarz und weiß.

Dadurch, dass durch den Color-Key Effekt die Aufmerksamkeit auf die farblichen Hervorhebungen gerichtet wird, sollte man stets beachten welchen Effekt man beim Beobachter erzielen möchte. Ein bspw. roter Mund steht für Sinnlichkeit und würde bei einem Porträtfoto nach farblicher Herausarbeitung, die Betonung noch stärker auf dieses Körperteil legen. Den farblichen Fokus bei einer Porträtaufnahme auf den Pullover zu legen wäre hingegen weniger passend, da somit der Blick des Betrachters vom Gesicht abgelenkt würde.

In der Praxis haben sich viele Wege durchgesetzt den Color-Key Effekt umzusetzen. Zum einen verfügen bereits viele Kompaktkameras über eine Voreinstellung, die diesen Effekt ermöglicht. Meist ist das Endergebnis hierbei aber nicht so präzise, wie bei der Nachbearbeitung mit einem Fotoprogramm.

Mit z.B. GIMP, einer kostenlosen und leicht zu bedienenden Bildbearbeitungssoftware lässt sich dieser Effekt ebenso leicht realisieren. Hierzu dupliziert man die Bildebene und entsättigt bei dem oben liegenden Objekt die Helligkeit. Dies führt zu dem Ergebnis, dass das Foto der oberen Ebene schwarz-weiß ist, während die untere Ebene das gleiche Bild in Farbe darstellt. Durch Verwendung einer Ebenenmaske in Weiß (mit voller Deckkraft) kann das nun schwarz-weiße Hauptmotiv im nächsten Schritt einfach ausgemalt werden und erhält dadurch seine natürliche Farbe zurück. Nun müssen in einem letzten Schritt die beiden Ebenen lediglich zusammengeführt werden und man kann den fertigen Color-Key Effekt bewundern.

Ein Foto mit diesem Effekt stellt einen besonderen Blickfang dar und sollte auch dementsprechend in Szene gesetzt werden. Myphotobook empfiehlt Ihnen hierfür hochwertige Alu Dibonds. Damit wird Ihr Foto in absoluter Brillanz erstrahlen.