Ob unterwegs, im Zoo oder auf dem Bauernhof – mit offenen Augen entdecken Sie überall spannende Motive für die Tierfotografie. Dies können Ihre Haustiere sein, aber auch Tiere in der freien Wildbahn, Vögel oder Insekten. In diesem Artikel wollen wir von myphotobook Ihnen die verschiedenen Tricks der Tierfotografie einmal etwas näher bringen.
Säugetiere in freier Wildbahn fotografieren
Fotosafaris in Afrika oder die Beobachtung von Eisbären in Kanada sind ganz besondere
Highlights im Leben eines Tierfotografen. Aber auch hierzulande, sozusagen vor der eigenen Haustür, treffen Sie auf Wildtiere. Im Gegensatz zu Blumen und Pflanzen lassen sich Tiere jedoch nicht so einfach fotografieren. Das gilt vor allem für Tiere in freier Wildbahn. Sie sollten daher stets darauf achten, dass Sie Fuchs, Hase oder Wildschwein niemals stören oder durch das Fotografieren aufschrecken. Damit Sie einen gebührenden Abstand wahren können, arbeiten Sie bei der Tierfotografie am besten mit einer großen Brennweite oder einem entsprechenden Teleobjektiv. Aber auch mit einer guten Kompaktkamera, die über entsprechende Pixel und ein gutes Zoomobjektiv verfügt, gelingen tolle Aufnahmen. Hilfreich ist es auch, wenn die Kamera mit einer Serienbildfunktion ausgestattet ist. Insbesondere dann, wenn Sie Tiere in Bewegung fotografieren wollen. Denn dies erfordert eine schnelle Reaktion und präzises Fokussieren.Letzteres ist mit den Autofokussystemem (AF) heutiger Kameras meist problemlos möglich.
Extra Tipp: Eine beeindruckende Technik, die man zum Fotografieren von sich bewegenden Motiven einsetzen kann, ist das Mitziehen (engl. panning). Bei dieser Methode verfolgt man die Bewegung eines Objekts, das dabei mehr oder minder in der Mitte des Bildes gehalten wird. Wenn die Verschlusszeit nicht zu kurz ist, zeigt der Hintergrund eine leichte Bewegungsunschärfe, was dem Foto eine gewisse Dynamik verleiht. Das wichtigste hierbei ist, dass das Motiv scharf gestellt ist.
Fotos von Reptilien und Amphibien
Reptilien und Amphibien sind ebenso faszinierende Fotomodelle wie Säugetiere. Vielen kann man sich leicht nähern, um sie zu fotografieren, andere wiederum können sogar lebensgefährlich werden. Seien Sie äußerst vorsichtig, wenn Sie an Krokodile oder Schlangen herantreten, diese Tiere sind unberechenbar. Sie in ihrem natürlichen Lebensraum abzulichten ist eine enorme Herausforderung. Wenn Sie die Chance dazu haben, sollten Sie sich bei der Fotografie von Wildtieren immer von einem erfahrenen Führer begleiten lassen. Am sichersten können Sie diese Arten und auch Säugetiere natürlich im Zoo fotografieren. Leider befinden sich hier häufig störende Gitterstäbe im Sichtfeld, die man nicht auf dem Foto wiederfinden möchte. Falls möglich und nicht zu gefährlich, sollten Sie versuchen das Kameraobjektiv durch das Gitter hindurch zu stecken oder zumindest so dicht wie möglich heran zu führen. Ist das Gitter jedoch zu feinmaschig und störend sollte man nach einem anderen Gehege Ausschau halten.
Gerade bei Aufnahmen im Zoo sollten Sie sich außerdem vorher über die Lichtverhältnisse informieren, um einen störenden Schattenwurf von Ställen und Gehegen zu vermeiden. Ebenso sollten Sie sich an die Einhaltung der Warnhinweise halten, die z.B. häufig das Fotografieren mit Blitz untersagen.
Haustierfotografie
Zu den beliebtesten Motiven der Tierfotografie, gerade bei Hobbyfotografen, zählen die eigenen Haustiere. Ob Porträtaufnahme zu Hause oder Fotos in der Natur; das größte Problem bei der Tierfotografie liegt darin, dass tierische Reaktionen in den seltensten Fällen vorhersehbar sind. Während ein Mensch durch Instruktionen relativ einfach in die richtige Position gerückt werden kann, ist dies bei Tieren meist nicht möglich. Lediglich bei der Haustierfotografie kann durch Leckereien und Kommandos in manchen Fällen ein Erfolg verbucht werden. Zeigt das Haustier sich in einer guten Position gilt es deshalb schnell zu sein. Daher ist es absolut erforderlich die Funktionen seiner Kamera gut zu beherrschen um schnellstmöglich die richtige Einstellung wählen zu können.

Auch wenn das Tier die richtige Position eingenommen hat, ist der Erfolg des Fotos noch nicht garantiert. Denn der zweite wichtige Punkt ist der Einsatz des richtigen Lichts. Da gerade in der Wohnung häufig ungünstige Lichtverhältnisse herrschen, bedient man sich häufig künstlicher Lichtquellen. Hierbei sollten Sie auf direktes Blitzlicht verzichten, da dies nicht nur den Augen Ihres Tieres schadet, sondern i.d.R. auch harte Schatten auf das zu fotografierende Motiv wirft. Wenn Sie dennoch Blitzlicht verwenden, sollte dieses auf die Decke gerichtet werden, da diese das Licht reflektiert und weiche Schatten wirft. Häufig ist die Verwendung eines hohen ISO-Werts jedoch die bessere Alternative oder Sie verlegen Ihre Haustieraufnahmen einfach in die freie Natur. Um hier die natürlichen Lichtverhältnisse bestmöglich zu nutzen und ein möglichst weiches Licht zu erhalten, sollten Sie sich nach dem Stand der Sonne richten und je nach Jahreszeit den Zeitpunkt zum Fotografieren entsprechend wählen. Grundsätzlich ist im Sommer früh morgens oder spät abends eine gute Zeit zum Fotografieren gegeben, während sich im Frühling und Herbst der Vor- und Nachmittag eignet.
