{"id":6769,"date":"2021-06-17T09:00:48","date_gmt":"2021-06-17T07:00:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.myphotobook.de\/myinspirations\/?p=6769"},"modified":"2025-07-24T16:26:08","modified_gmt":"2025-07-24T14:26:08","slug":"die-schwarz-weiss-fotografie-die-koenigsdisziplin-des-fotografierens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.myphotobook.de\/myinspirations\/die-schwarz-weiss-fotografie-die-koenigsdisziplin-des-fotografierens\/","title":{"rendered":"Schwarz-Wei\u00df-Fotografie \u2013 die K\u00f6nigsdisziplin der Fotokunst"},"content":{"rendered":"
Die legend\u00e4rste Schwarz\u2011Wei\u00df\u2011Fotografie stammt aus der goldenen \u00c4ra des Fotojournalismus: Reporter:innen mit drei Kameras um den Hals, jede auf eine Festbrennweite getrimmt, immer schussbereit. Innen steckte grobk\u00f6rniger Film mit XXL\u2011Belichtungsspielraum. Farbe gab es zwar schon, galt aber als Hobby\u2011Kram. Wer Kunst, Doku oder Breaking News ernst nahm, schwor auf Schwarz\u2011Wei\u00df-Fotografie. Wir zeigen Dir, was sie ausmacht und was es beim Fotografieren zu beachten gibt.<\/p>\n
Ob Portrait<\/a>, Landschaft oder Street\u2011Szene -\u202f Schwarz\u2011Wei\u00df\u2011Fotografie zieht\u202funs einfach in ihren Bann. Im digitalen Zeitalter liegt das nicht mehr an einer \u201eleichteren\u201c Entwicklung, denn heutige Kameras nehmen ihre Bilder immer in Farbe auf. Trotzdem klicken viele Fotograf:innen bei ihren Aufnahmen beherzt auf \u201eZum\u202fGraustufen\u2011Look konvertieren\u201c.<\/p>\n \ud83d\udcf8 Fokus aufs Wesentliche \ud83d\udcf8 St\u00e4rkere Aussage<\/strong> \ud83d\udcf8 K\u00fcnstlerische Freiheit<\/strong> \ud83d\udcf8 Zeitloser Charme<\/strong> Kurz gesagt: Schwarz\u2011Wei\u00df\u2011Fotografie bleibt beliebt, weil sie Komplexes reduziert, Emotionen verst\u00e4rkt und einen Look liefert, der einfach nie out ist. Also: Farbe raus, Wirkung rein \u2013 probier\u2019s aus!<\/p>\n Schwarz\u2011Wei\u00df in Natur oder Portr\u00e4t? Klar, kennen wir. Doch nur, weil man sich einem bestimmten Genre widmet, bedeutet das nicht, dass automatisch Graustufen der Farbfotografie vorzuziehen sind.<\/p>\n Licht ist K\u00f6nig. Hast Du schon mal ein Farbfoto einfach ents\u00e4ttigt? Meistens wirkt es flau und fad, weil Kontraste fehlen. Darum: Entscheide Dich schon beim Ausl\u00f6sen f\u00fcr Schwarz\u2011Wei\u00df. Dann baust Du Dein Bild gleich auf starke Linien, knackige Schatten und leuchtende Highlights.<\/p>\n Graustufen retten keine Schnappsch\u00fcsse. Ein unscharfes oder langweiliges Bild wird auch nachtr\u00e4glich in Schwarz\u2011Wei\u00df nicht pl\u00f6tzlich Kunst. Such Dir also Motive, die von Natur aus mit Kontrasten spielen<\/strong>: f\u00fchrende Linien, harte Kanten, intensives Gegenlicht. Je gr\u00f6\u00dfer das Spektrum zwischen tiefem Schwarz und strahlendem Wei\u00df, desto l\u00e4nger bleibt der Blick h\u00e4ngen.<\/p>\n Die Schwarz-Wei\u00df-Fotografie bei Menschen funktioniert hervorragend, wenn man wei\u00df, wie es geht. Die Lichtsetzung<\/strong> spielt bei dieser Art von Portr\u00e4tfotografie eine entscheidende Rolle<\/strong>. Schnell kann es passieren, dass der hohe Kontrast eher weniger schmeichelhafte Details hervorhebt. Gleicherma\u00dfen wirken Bilder oft flach und emotionslos, wenn die Lichtquelle falsch positioniert ist.<\/span><\/p>\n Wer auf der Suche nach der richtigen Inspiration ist und nach Ideen f\u00fcr die Portr\u00e4tfotografie sucht, der sollte demn\u00e4chst einem Museum einen Besuch abstatten oder einen Blick in einen Bildband werfen. Die alten Meister machen es in Perfektion vor, wie das Licht die Portr\u00e4tierten bescheinen soll.<\/span><\/p>\n Wer ein kleines Studio sein Eigen nennt, kann sch\u00f6ne Lichtsituationen auch an bew\u00f6lkten Tagen erschaffen. Allerdings braucht es beim Erstellen eines Portr\u00e4ts keineswegs immer Kunstlicht. Die Fotografie mit vorhandenem nat\u00fcrlichen Licht erzeugt besonders lebendige und real wirkende Bilder. Auch mit nat\u00fcrlichen Lichtquellen<\/strong> ist es m\u00f6glich, das Licht in gewissem Ma\u00dfe zu steuern. <\/span><\/p>\n Ein gro\u00dfes Fenster dient als Quelle und ein Spannbettlaken kann als praktischer und kosteng\u00fcnstiger Diffusor eingesetzt werden. Wer im Freien Menschen in Schwarz-Wei\u00df portr\u00e4tieren m\u00f6chte, der sollte das vor allem in den fr\u00fchen Morgenstunden oder am Abend<\/strong> machen. Zwar werden die goldene und die blaue Stufe nur in Graustufen wiedergegeben, doch die Qualit\u00e4t und die Wirkung des Lichts, vor allem, was die Schatten angeht, bleibt gleich.<\/span><\/p>\n Eine klassische Rollenverteilung gibt es sowohl in der Gesellschaft als auch in der Fotografie<\/a> nicht mehr. Dennoch kann die Art, wie eine Person, vor allem in Schwarz-Wei\u00df, dargestellt wird, einem schnell eine gewisse Rolle zuweisen. <\/span><\/p>\n Wer sein Modell in dominanter und maskuliner Pose darstellen m\u00f6chte, der setzt auf Ecken und Kanten. Das geht am besten mit starken Kontrasten, tiefen Schatten und einer kleinen Lichtquelle. <\/span><\/p>\n Eine nettere Darstellung, die femininer wirken kann, gelingt mit einer gro\u00dfen und diffusen Lichtquelle, die Schatten deutlich minimiert. Am besten kommt das Licht dabei seitlich schr\u00e4g von oben. Die Haut wirkt dadurch gleichm\u00e4\u00dfiger und durch den geringeren Kontrast wirkt das Bild in seiner Gesamtheit freundlicher.<\/span><\/p>\n Wer kennt sie nicht, die beeindruckenden Naturaufnahmen<\/a> in Schwarz-Wei\u00df, f\u00fcr die Fotografen wie Sebastiao Salgado<\/a> oder Josef Koudelka ber\u00fchmt sind? Damit einem selbst solche Bilder gelingen, m\u00fcssen mehrere Faktoren erf\u00fcllt sein. <\/span><\/p>\n Mit besonders viel Tiefensch\u00e4rfe wirkt das Bild kontrastreicher, sch\u00e4rfer und der Betrachter bekommt ein besseres Gesp\u00fcr f\u00fcr die Gr\u00f6\u00dfe der fotografierten Szenerie.<\/p>\n Tipp: Am besten blendest Du auf Blende 11 oder sogar 16 ab, stellst die Kamera auf das Stativ und w\u00e4hlst einen niedrigen ISO-Wert. Dadurch ist ein klares Bild ohne Rauschen gew\u00e4hrleistet \u2013 fertig ist dein eigener Salgado\u2011Moment.<\/span><\/p>\n Auch im digitalen Zeitalter geh\u00f6ren Filter in der Schwarz\u2011Wei\u00df\u2011Landschaftsfotografie fest ins Gep\u00e4ck. Klassische Farbfilter wie Rot oder Gr\u00fcn braucht es zwar nicht mehr, doch ein Polarisationsfilter, ein ND\u2011Filter oder abgestufte Graufilter bleiben Standard. Der Polfilter macht den Himmel satter und b\u00fcgelt l\u00e4stige Reflexionen auf Wasser oder Glas glatt. Ein Neutraldichte\u2011 oder Graufilter dunkelt die Szene ab, verschafft dir l\u00e4ngere Belichtungszeiten und zaubert aus Wolken und Wasser seidige Schleier.<\/p>\n Die Konvertierung des Bildes erfolgt in der Regel w\u00e4hrend der Nachbearbeitung. Die Schwarz-Wei\u00df-Fotografie mit Farbe<\/strong>, also mit einem farbigen Akzent, zeigt, welche M\u00f6glichkeiten die digitale Nachbearbeitung erlaubt. Wenn Du einen farbigen Akzent hinzuf\u00fcgen willst, bediene Dich an einem Programm, das ein bestimmtes Ansteuern einzelner Farben erlaubt. So lassen sich beispielsweise Rot- oder Gelbt\u00f6ne gezielt in Graustufen umwandeln oder explizit nicht. Dadurch k\u00f6nnen Effekte simuliert werden, f\u00fcr die w\u00e4hrend der analogen Fotografie Farbfilter genutzt wurden.<\/span><\/p>\n Wer beim Anblick eines Schwarz-Wei\u00df-Fotos einen Hauch von Nostalgie<\/strong> versp\u00fcrt, der kann heute problemlos dem „digitalen Negativ“ eine K\u00f6rnung hinzuf\u00fcgen<\/strong>. Sogenannte Presets, also k\u00e4uflich erwerbbare Voreinstellungen f\u00fcr beispielsweise Lightroom, Photoshop oder Capture One, ahmen dabei den Look eines bestimmten analogen Films treffend genau nach. So l\u00e4sst sich der Look der Hochphase der schwarz-wei\u00dfen Bilder mit den Vorz\u00fcgen der heutigen Technik in Einklang bringen.<\/span><\/p>\n Galerie Look f\u00fcr die eigenen 4 W\u00e4nde – ganz einfach dank Schwarz-Wei\u00df Fotografien auf Acrylglas.<\/span><\/p>\n Acrylglas gestalten<\/span><\/a>\n<\/div>\n <\/p>\n <\/p>\n Kissen gestalten<\/span><\/a>\n <\/p>\nAber warum?<\/h3>\n
\n<\/strong>Wenn die Farben verschwinden, r\u00fccken Licht, Schatten und Formen nach vorn. Linien leiten das Auge, Kontraste schaffen Drama, Texturen werden greifbar. Alles wirkt klarer und intensiver.<\/p>\n
\nOhne Farb\u2011Ablenkung schl\u00e4gt die Botschaft des Bildes direkter ein. Emotionen, Stimmungen und die Idee hinter dem Foto stehen pl\u00f6tzlich nackt im Rampenlicht. Dein Motiv erz\u00e4hlt seine Geschichte, ohne dass Farbt\u00f6ne „dazwischen quatschen“.<\/p>\n
\nGrau ist nicht gleich grau: Durch bewusste T\u00f6nung, Abstufungen, K\u00f6rnung oder einen Hauch Sepia verleihst Du Deinen Fotos einen individuellen Stil. Du kannst Dich kreativ austoben, ohne dabei an Trend-Farben gebunden zu sein.<\/p>\n
\nSchwarz\u2011Wei\u00df\u2011Shots altern kaum. Sie erinnern an die Ikonen der Fotogeschichte und wirken gleichzeitig modern. Sie sind wie eine visuelle Br\u00fccke zwischen Gestern und Heute.<\/p>\n<\/p>\n
F\u00fcr welche Motive eignet sich Schwarz-Wei\u00df-Fotografie?<\/h2>\n
Menschen in Schwarz-Wei\u00df fotografieren<\/h2>\n
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Braucht es immer k\u00fcnstliches Licht?<\/h3>\n
Mann und Frau \u2013 worauf gilt es zu achten?<\/h3>\n
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Die Schwarz-Wei\u00df-Fotografie in der Natur<\/h2>\n
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Filter \u2013 wie wirken sie sich aus?<\/h3>\n
Die Konvertierung in der Nachbearbeitung<\/h2>\n
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Produktvorschl\u00e4ge zum Verewigen der sch\u00f6nsten Schwarz-Wei\u00df-Fotografien:<\/h3>\n
Acrylglas<\/h4>\n
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Fotokissen<\/h4>\n
<\/a>Nicht nur sch\u00f6n zum Angucken, sondern auch zum Kuscheln: Kuschelkissen bedruckt mit den sch\u00f6nsten Schwarz-Wei\u00df-Mustern.<\/p>\n
Fu\u00dfmatte<\/h4>\n